Jenisch ist eine Sondersprache der fahrenden Leute. Sie enthält Elemente des Deutschen, Jiddischen und Rotwelch. […] In Gonzerath wurde jenisch vor allem dann gesprochen, wenn man etwas sagen wollte, was ein Dritter oder Fremder nicht verstehen sollte oder wenn Gefahr im Verzuge war. […]

Speziell in Gonzerath gesprochene Sätze:

  • Der hautz muß äne beschumen sos kreijt er de kebes bekuffert – Der Mann muss einen ausgeben, sonst kriegt er Schläge auf den Kopf
  • Der kneff schunält nowes quant – Der Junge arbeitet nicht gut
  • Der hautz hat kufferei in der kowerei – Der Mann hat Schlägerei in der Wirtschaft
  • Dä schnigges is schofel – Der Schnaps ist schlecht
  • Die Moss hat quant scheincher – Das Mädchen hat schöne Augen […]
  • De moss schefft en leimach – Die Frau ist verrückt.
  • Die oldisch hat en quant schogert gefunkt – Die Mutter hat einen guten Kaffee gekocht.
  • Dä jochem es quant – Der Wein ist gut.
  • Dä schnigges es schofel –  Der Schnaps ist schlecht.
  • Dä gallasch es in der doft – Der Pastor ist in der Kirche.
  • Dä kneff hat dem hautz en bachkatz an de kiewes mageimt – Der Junge hat dem Mann einen Stein an den Kopf geworfen.
  • Pitt hotzel schiewes dä klisto und de putz komme – Peter, lauf weg, der Gendarm und der Polizist kommen.
  • Herles dä gatsch schefft gefrankt met herles dä moss – hier dieser Mann ist verheiratet mit hier dieser Frau. 
  • Gatsch hotzel schiewes in herles jaschem schefft dä jasker – Mann, geh fort, in diesem Wald befindet sich der Förster.
  • Herles en stilpen schefft de bott nowes quant – hier im Gefängnis ist das Essen nicht gut. 
  • Eich bestiewe nowes bekneist – ich habe nichts verstanden.
  • Kneff schmus lau dä hautz roint – Junge sprich nicht, der Bauer hört zu. 
  • Dä kneff schneliet –  Der Junge arbeitet.
  • Dä Keelef schort en klewack – Der Hund fängt eine Katze. 
  • Herles en baies schäft en hegen –  hier in diesem Haus ist ein Verrückter. 
  • Hat dä gatsch de kipp bescholent – hat der Mann den Hund bezahlt.
  • Kneff hotzel schiewes en de kowerei un kimmel soref –  Dies sagte der Riesemichel seinem Sohn, als er ihn in die Wirtschaft schickte.

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